Die Marnitztherapie ist ein komplexes Therapiekonzept, zur gezielten Behandlung des Bewegungsapparates bei Schmerzzuständen, nach Traumen aller Art und den daraus resultierenden statischen Veränderungen. Sie unterscheidet sich von anderen Massagetechniken durch den spezifischen Behandlungsaufbau, spezielle Griffe, sowie der Integration von „manuellen Techniken“ und ihre neuromuskuläre Wirksamkeit.
Der Behandlungsaufbau orientiert sich dabei an typischen, reflektorischen Veränderungen, sogenannten SCHLÜSSELZONEN. Marnitz betont, dass man, unabhängig von der exakten Ursache der Beschwerden, regelhaft Veränderungen in der Peripherie findet, deren Entstehung man auf eine sich zentrifugal ausbreitende Störung zurückführen kann. Er spricht von so genannten Schlüsselzonen, die es in einer definierten empirisch entwickelten Reihenfolge zu behandeln gilt.
Zielsetzung seiner Therapie ist es, über die Behandlung peripherer Störfelder einen zentripetalen Heilreiz zu setzen. Wie die Praxis zeigt, vermeidet man durch die Mitbehandlung dieser Reflexzonen leichter Rückfälle und therapiert auch bei chronischen Erkrankungen erfolgreicher.
Die Marnitz Therapie unterscheidet sich von anderen Massagetechniken in einigen wesentlichen Punkten, sie ist nicht nur eine grifforientierte sondern vor allem eine befundorientierte Massagetechnik. Die Zielsetzung ist die reflektorisch zentripetale Wirkung durch die Behandlung der Schlüsselzonen. Grifftechnik beinhaltet überwiegend langsame und sanfte Friktionen, sowie lang anhaltenden dehnenden Druck. Marnitz integrierte in sein Therapiekonzept Griffe der Manipulativmassage, sowie spezielle Dehnungen, sogenannte manuelle Techniken und krankengymnastische Maßnahmen.
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