Sonntag, 25. August 2019

Fort- & Weiterbildung

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CMD - Kiefergelenksdysfunktion 2019

CMD 1 und CMD 2 Kompaktkurs

Kursnummer

2-1053-0619

Termin(e)

Fortbildungspunkte (FP)

58

Unterrichtseinheiten (UE)

58

Gebühr

VPT-Mitglieder: 530,- €
Nichtmitglieder: 630,- €
Ersparnis: 100,- €

Unterrichtszeit

Mi. - So.: 09:00 – 18:30 Uhr Mo.: 09:00 – 15:00 Uhr

Kursleitung

Jürgen Focke
Physiotherapeut

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Beschreibung

Funktionsstörungen im Kausystem wurden in früheren Jahren fast ausschließlich als Folge einer Occlusionsstörung betrachtet. In den letzten Jahren hat sich jedoch immer mehr herausgestellt, dass auch Störungen im Bewegungsmuster des Unterkiefers eine multifaktorielle Ursache haben. Da verschiedene Ursachen unterschiedliche Behandlungsansätze verlangen, muss vor Behandlungsbeginn eine medizinische Fachrichtung übergreifende Diagnostik gestellt werden.
Im Rahmen der „erweiterten Untersuchung“ werden den KursteilnehmerInnen manuelle Techniken zur Differenzierung von Schmerzen, Einschränkungen und Gelenkgeräuschen sowie unterschiedlicher Diskusverlagerungen vermittelt. Die KursteilnehmerInnen werden in diesem Abschnitt langsam an die verschiedenen „gewebespezifischen Diagnosen“ sowie „kompensatorisch und adaptiven Phänomenen“ herangeführt. Sie nehmen in der Therapie der Funktionsstörungen im Kauorgan einen zentralen Platz ein.
Am Ende der Befunderhebung werden die kausalen Faktoren mit Hilfe von aktiven Bewegungen untersucht. Diese Untersuchung vervollständigt die Ursache-Folgen-Kette. Die KursteilnehmerInnen werden mit dem Gesamtbild der Funktionsstörungen bekannt gemacht. Dieses Gesamtbild bildet nun die Grundlage der Therapie.
Die therapeutischen Möglichkeiten der Funktionsstörungen im Kauorgan werden im Gesamtbild der Ursachen-Folge-Kette besprochen. Die krankengymnastische Behandlung wird ausführlich theoretisch erläutert und praktisch beübt, wobei immer wieder auf die Wichtigkeit des Gesamtbildes der Funktionsstörung und der „Therapieüberprüfung“ hingewiesen wird. Zur Korrespondenz mit dem Arzt, Zahnarzt, Kieferorthopäden erlernt der Kursant die gebräuchliche Nomenklatur der Zahnmedizin und Erstellen eines CMD relevanten Zahnstatus. Weiterhin erlernt der Kursant Erkennung und Einschätzung von Symptomen aus der Anamnese und den folgenden Ausschlusstestungen
heraus.
Der Kurs vermittelt die Grundlagen der funktionellen Anatomie, Neurologie und Physiologie des Kiefergelenkes bzw. des Kauorganes, sowie die gebräuchliche Nomenklatur der Zahnmedizin. Diese werden durch Beispiele an Schädelpräparaten und Gebisspräparaten zur Demonstration von Fehlstellungen/Anomalien oder Video Demonstrationen unterstützt. Weiterhin wird die Pathophysiologie des Kiefergelenkes theoretisch erarbeitet, welche für die Durchführung der Basisuntersuchung, ihrer Auswertung und für spätere zielgerichtete Behandlung erforderlich ist.
Auf dieser Basis werden die manuellen Techniken der „Basisuntersuchung“ sowohl theoretisch erklärt, als auch praktisch durchgeführt. Unter Grundlage des Erlernten werden Biomechanik des Kiefergelenkes, Halswirbelsäule und der cerviko-thorakale Übergang verfeinert.
Über Patientenbeispiele werden Krankheitsbilder näher besprochen und praktisch erarbeitet. Das funktionelle Zusammenspiel Kiefergelenk – HWS sowie Kiefergelenk – Gesamtstatik als ganzheitliche Denkweise werden veranschaulicht. Sinndeutung von Projektionsbeschwerden werden besprochen und neuroanatomisch analysiert. Typische funktionelle und statische Fehlstellungen werden in Arbeitsblättern vertieft und aufgezeichnet. Krankheitsbilder werden als Fallbeispiele analysiert und ein Behandlungskonzept erstellt.
Der Kursant soll nach dem Kurs in der Lage sein, CMD - auslösende Krankheitsbilder, ob primär vom Kiefergelenk ausgehend, oder sekundär über ganzheitlicher Denkweise, mit gezielten physiotherapeutischen/manualtherapeutischen und physikalischen Maßnahmen zu behandeln.

Kursbilder

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Veranstaltungsort(e)

Rostock
Mecklenburger Straße 7
18184 Rostock - Neu Roggentin
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